Magmatische Gesteine sehen wie massives Gestein aus. Es ist keine Schichtung oder Schieferung erkennbar. Die Körner der verschiedenen Minerale sind meist gleich groß. Manchmal sind Einsprenkelungen sichtbar. Bei sichtbaren großen Körnern, Durchmesser ab 0,06 mm, handelt es sich meist um ein Tiefengesteinen, bei feinerem Korn um ein Ergussgestein.
Tiefengesteine werden zumeist nach Ihrem Mineralbestand, und deshalb optisch verhältnismäßig leicht nachvollziehbar, unterschieden. Granite sind einfach zu erkennen. Sie sind richtungslos, ohne Bänderung strukturiert und niemals dunkel, da die Hauptgemengeanteile helle Minerale sind. Ihre Struktur ist meistens mittel- bis grobkörnig.
Durch dunklere Mineralanteile wirken die dem Granit sehr ähnlichen Granodiorite mittel bis dunkelgrau. Meistens sind Sie fein- bis mittelkörnig.Diorite sind feinkörniger als die Granodiorite. Ihre Farbe ist meist dunkelgrau bis dunkelgrün.Gabbros sind dunkler als Diorite, ihre Gefügestruktur ist eher mittel- bis grobkörnig.Syenite sehen sehr unterschiedlich aus. Sie sind aber dadurch zu erkennen, daß Sie einen sehr geringen Quarzgehalt haben. Da diese weißen bis milchig-grauen Mineralbestandteile in den anderen Granit-Gesteinsgruppen fast immer vorkommen sind Sie von diesen leichter zu unterscheiden. Auffällig sind die schillernden Feldspate bei den Labradoriten.
Tiefengesteine sind technisch sehr hochwertig. Sie können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden.
Sie sollten mit kunststoffvergüteten Klebern verlegt werden. Bei hellen Materialien sollte rückseitig eine Dichtschlämme aufgetragen werden, um eine Verfärbung zu verhindern. Graue Tiefengesteine können sich durch die Umwandlung eines Minerals gelblich verfärben. Bei den Arten mit wenig Quarz wie Gabbro und Syenit ist die Hochglanzpolitur nicht so belastbar. Gelbe Granite verfärben sich beim Flammen rot.
Tiefengesteine entstehen durch Erstarren von Magma in der Tiefe der Erdkruste.Serpentinit sind aus Graniten entstandene metamorphe Gesteine. Wenn Sie einen "grünen Marmor" meistens stark ornamentierten Marmor sehen, wird dies ein Serpentinit sein. Technisch sind diese mit den Marmorsorten vergleichbar. Bei der Verlegung von Serpentiniten sollten Sie geeignete Kleber verwenden oder das Material vorher wässern und hinterher abdecken.Granulite sind aus Paragneisen und Glimmerschiefern entstandene optisch und technisch granitähnliche Steine. Sie können von diesen leicht durch die roten Granateinschlüsse unterschieden werden. Diese können sich allerdings bei Wasserzufuhr durch Umwandlung verfärben. Deshalb sollten diese Steine ähnlich wir Marmorsorten mit rückseitigen Dichtschlämmen und mit schnellabbindenden Verlegesystemen verlegt und in jedem falle imprägniert werden.Orthogneise sind aus Graniten entstandene metamorphe Gesteine. Sie sehen Ihnen deshalb in den Korngrößen ähnlich und sind auch ähnlich bunt. Sie unterscheiden sich von diesen optisch aber deutlich durch die ausgeprägte Bänderung.Paragneise sind aus Sedimentgesteinen entstandene technisch granitähnliche Steine. Sie haben einen unverwechselbaren Lagen – und Schichtungscharakter und es dominieren weiße und graue bis schwarze Farben. Dadurch sind sie leicht von den anderen Gesteinsgruppen zu unterscheiden.Migmatite sind sogenannte Mischgneise. Optisch zu erkennen durch meist parallel verlaufende Lagen von bunten und schwarzen Bänderungen. Diese können allerdings auch manchmal kräftig durchmischt sein.
Alle Gneise sind technisch wie Granite zu behandeln. Die Bemusterung ist bei diesen Sorten allerdings fast unmöglich.Quarzite sind aus Sandsteinen entstandene metamorphe Gesteine. Sie haben einen sehr hohen Quarzanteil und sind deshalb mechanisch sehr stark belastbar. Sie können einen Quarzit einfach durch eine Kratztest von den ähnlichen Marmorsorten unterscheiden. Durch die Entstehung bedingt gibt es allerdings Schwächungen im Gefüge, sogenannte Stiche. Deshalb sollten Sie Quarzite nicht auf Fußbodenheizungen verwenden.